»Und hat niemand« / fragte ich verzagt / »hat niemand von Euch ein Wort darüber gered't?«

»Das hat der Rosenzwick sich erlaubt.« Schnabel lachte wieder. »Der hat ja immer ein loses Maul.«

»Und was sagte er dem Kaiser?« drängte ich.

»Er meinte / nun habe der Junker Rehberg sich vergeblich gefreut / und es sei doch nur eine halbe Gnade.«

»Weiter nichts!« fuhr ich empört heraus / »weiter hat er ihm nichts gesagt ...«

Schnabel war erstaunt: »Noch mehr? Wißt Ihr denn / was der Kaiser darauf erwidert hat? Wer hieß den Junker sich freuen / meinte er. Und dann: wenn ihm der Bursch gar so lieb ist / wird er ihn auch ohne Nase und Ohren behalten...«

»Gewiß« / rief ich aus / »ich will ihn halten und pflegen und er soll mir nicht geringer sein / weil ihn der Henker geschändet hat.«

Und plötzlich / ich wußte selbst gar nicht warum / brach ich los: »Was hab ich denn dem Kaiser getan / daß ihn meine Freude verdrießt?«

»Besinnt Euch« / meinte der Schnabel scharf / »der Kaiser weiß nichts von Euch / er kennt Euch nicht...«