Da zog ich das Pistol hervor und während wir uns in die Augen schauten / setzte ich ihm den Lauf an die Schläfe. Wie dann der Schuß fiel und der erschrockene Gaul ein paar Schritte tat / sah ich Kaspars lächelndes Antlitz unter mir versinken und sah noch / wie es im Abgleiten von der ersten Blässe des Todes überflogen ward.

Jetzt gab ich meinem Tier die Sporen und sprengte im Bogen auf die Straße zurück. Rascher als vor kurzer Frist der Kaiser an mir vorbeigesaust war / galoppierte ich die Reihen entlang bis ich den Markgrafen ersah / inmitten seiner Offiziere. Stracks redete ich ihn an: »Herr Markgraf / vergönnt mir / daß ich Abschied nehme.«

Der wilde Kulmbach sah mich verdutzt an und die an seiner Seite waren / horchten auf.

»Was gibts / was wollt Ihr?« fragte der Markgraf.

»Abschied von Euch nehmen / Exzellenz« / sagte ich ruhig.

»Ihr seid wohl toll geworden?« brüllte er los.

»Das bin ich keineswegs / Herr Markgraf. Ich war es gestern und heut vielleicht / aber in dieser Stunde bin ich wieder bei Sinnen.«

»Ich versteh Euch nicht!« schrie der Markgraf erbost. »Laßt mich in Frieden / ich mag das Geschwätze nicht. Macht / daß Ihr auf Eueren Platz kommt!«

»Mein Platz / edler Herr / ist nicht hier / und deshalb will ich Urlaub nehmen.«