»Soll ich jetzt zu ihm hinausgehen?« fragte der Vater.

»Probieren Sie's«, riet ich ihm.

Ehe er aber noch aus dem Bett steigen konnte, öffnete sich die Türe. Wir hörten es, obwohl wir nichts sahen, denn es war stockfinster.

Von der Türe her rief Rudolf leise ins Zimmer: »Schlafen S' Herr Nachbar?«

»Nein, nein«, sagte mein Vater lebhaft, »hab' die Ehre Herr Rudolf …«

Ohne den Gruß zu erwidern rief Rudolf im selben Ton: »Gehn S', lassen S' die Peperl zu mir herauskommen …«

»Was wollen S' …?« Mein Vater setzte sich im Bett auf.

Rudolf wiederholte gleichmütig: »Lassen S' die Peperl zu mir herauskommen«, und er fügte hinzu: »Sie haben doch nichts dagegen, Herr Nachbar …?« In diesem Nachsatz lag eine Drohung.

Mein Vater verstand sie wohl und sagte nichts.

Rudolf wartete in der Tür.