»Sie steht nämlich am Gang draußen …« erklärte Rudolf.

»Aber bitte, bitte …, sie soll nur hereinkommen.«

Rudolf ging hinaus und kam gleich darauf mit seiner Geliebten zurück. Sie war etwa fünfzehn Jahre vorbei, mager, mit einer aufgestülpten Nase, frechen Augen und einem breiten Mund. Nur ihr Busen fiel mir auf. Er war für ihre Magerkeit erstaunlich groß und stand weit auseinander, straff und fest. Sie ging aber absichtlich so, daß er bei jedem Schritt zitterte.

Die Unterhaltung begann. Rudolf war sehr heiter, und Zenzi, seine Geliebte, lachte zu jedem Wort, das er sagte.

Auch mein Vater lachte immer mehr, je mehr er trank, und wir alle hatten bald einen Schwips.

Der Wein ging schon bald zur Neige, als Rudolf die Zenzi umschlang und ihren Busen in die Hand nahm.

»Das ist ein Brusterl, Herr Nachbar, hart wie Stein …«, sagte er.

Zenzi lachte laut auf, und der Vater schielte auf die Brust von ihr, die Rudolf in der Hand hielt.

»Greifen Sie es nur an«, ermunterte ihn Rudolf, »wann gefällig ist …, ich tu' nicht eifern, greifen S' nur zu …«

Mein Vater rührte sich nicht. Rudolf ließ Zenzi los und kam zu mir. »Ja, die Peperl«, sagte er, »die hat auch schöne harte Duterln … sehr schöne sogar …, grad so schön wie die Zenzi …«; er nahm ungeniert vor dem Vater meine Brüste in die Hand. »Aber kleiner sind sie als der Zenzi ihre und nicht so spitzig …, mehr rund …«