Ich ging in die Stadt. Am Graben traf ich die Zenzi und ging mit ihr ihn die Schönlaterngasse, um ihr das verdiente Geld zu zeigen und die Sache mit dem Photographen zu erzählen. Sie hatte inzwischen niemanden gehabt. Meine Schilderung von den verschiedenen Gruppen und Stellungen regte sie sichtlich auf.

»Fix Laudon …«, rief Zenzi, sich auf das Sofa werfend, »Fix Laudon …, von dem Reden bin ich so viel aufgeregt …, wenn ich nur jetzt pudern könnt' …«

Und in diesem Punkt war ich ihrer Ansicht. Ich kroch zu ihr aufs Sofa. Zenzi lag da und hatte glänzende Augen und ihre Brüste bebten. Sie kam mir heute überhaupt anders vor als gewöhnlich. Lang nicht so willenlos und so gefügig, wie zu Hause. Ich legte mich zu ihr und wir spielten uns gegenseitig mit unseren Duteln eine Zeitlang. Ich wollte mich schon auf sie hinaufschwingen, als sie mich mit dem Ausruf: »Äh …, das ist ja nix …«, fortstieß und in die Küche hinausrief: »Sagen S' Frau Böck …, ist der Karl nicht da?«

Die Alte öffnete die Tür: »Ja, der Karl ist da …, was wollen S' denn von ihm?«

»Rufen S' ihn nur herein …«, sagte Zenzi.

»Was wollen S' denn?« beharrte die Alte.

»Fragen S' nicht«, sagte Zenzi so befehlhaberisch, wie ich sie noch nie gehört hatte. Ich lernte überhaupt neue Seiten an ihr kennen. »Fragen S' nicht, sondern rufen S' ihn!«

Die Alte verschwand.

»Wer ist denn der Karl …?« fragte ich.

»Na derer Alten ihr Enkel ist er«, erklärte mir Zenzi, indem sie aus ihrem Kleid was herausnahm, und sich wieder auf das Sofa legte.