»Und was willst du von ihm …?«
»Vögeln soll er …«, sagte sie glühend.
Die Türe ging auf und ein junger Mensch von sechzehn oder siebzehn Jahren kam herein. Er war sehr hübsch, hatte feine Züge, aber sie waren von der Magerkeit verschärft und gespitzt, und der ganze Bursch sah verkommen aus. Er rauchte eine Zigarette, grinste, als er uns sah, und ich mußte an die saubere Gesellschaft denken, die immer mit der Burgmusik läuft.
»Servus Karl …«, sagte Zenzi, »da hast einen Gulden …, mach mir's einmal.« Karl kam zum Sofa herangeschlendert, nahm den Gulden, besah ihn von allen Seiten, steckte ihn ein, und begann nachlässig mit der Brust von Zenzi zu spielen. Dabei schaute er mich prüfend an.
»Besinn dich nicht so lang …«, rief Zenzi.
Er knöpfte die Hose auf, und Zenzi stieß mich an: »Schau dir die Nudel an, die der Bursch hat …, so was gibt's nicht …«
Karl grinste mir zu, und ich richtete mich auf, um seinen Nothelfer zu begutachten. Aber Gott steh mir bei, so was hatte ich wirklich noch nicht gesehen. Bis auf den Nabel und höher hinauf noch reichte dieser Balken, und hatte eine Dicke, die ihn beängstigend machte. Der Kopf allein war größer, als bei anderen der ganze Stempel.
»Na«, meinte Zenzi, »der ist doch einen Gulden wert …?«
Karl warf die Zigarette weg, und legte sich auf Zenzi.
»In Gottes Namen …«, sagte er.