Er rang mit ihr, die sich sträubte: »Lassen S' mich los, Herr Ekhard, ich schrei' …«
Ekhard ließ sie los, blieb aber dicht bei ihr und flüsterte: »Gehn S' Frau Mutzenbacher, lassen S' mich drüber, Sie g'fallen mir schon lang.«
Die Mutter trat von ihm fort und schüttelte heftig den Kopf: »Geben Sie mir an Ruh – ich bin eine anständige Frau, verstehen Sie?«
Meine Mutter war eine schlanke, aber festgebaute Frau, und mochte damals sechsunddreißig oder achtunddreißig Jahre alt sein. Sie hatte noch ein frisches Gesicht und schöne blonde Haare.
»Hören Sie«, sagte Ekhard, »Ihnen möcht' man's aber nicht ankennen, daß Sie schon drei Kinder g'habt haben …« Meine Mutter schwieg, und er fuhr fort: »Das heißt nämlich, im Gesicht merkt man's nicht …, anderswo wird man's schon merken …«
»Nirgends merkt man was«, rief die Mutter eifrig, »ich bin noch ganz so, wie ich als Mädchen war.«
Jetzt spielte Ekhard den Ungläubigen: »Gehn S' weiter …, bei die G'spaßlaberln wird man's schon kennen.«
Die Mutter war ganz beleidigt: »Nix kennt man. Meine Brust ist noch grad so wie sie war.«
Ekhard sprang zu ihr und wollte sie bei den Brüsten packen: »Das muß ich selber sehen«, rief er.
Aber die Mutter entzog sich ihm: »Lassen Sie's bleiben, wenn Sie's nicht glauben wollen.«