Ich bekam einen großen Zorn und schwur dem Johann, daß mich der Peter nicht angerührt habe. Der Peter war der Schankbursch.
Nach ein paar Tagen war ich im Stall, und da hat mich der Johann auf die Futterkisten gelegt und mich gepempert. Aber damals ist der Schwanz noch nicht so ganz tief hineingegangen wie jetzt.«
»Geht er bei dir denn ganz hinein …?« sagte ich neidisch, »von einem Großen der Schwanz?«
Sie lachte: »Aber natürlich, schon lang, unser Zahlkellner, der Leopold, der hat einen so großen wie ein Hengst, und der geht bis auf'n Beutel hinein, und der vom Kooperator auch …« Sie war stolz darauf.
»Das glaub' ich nicht …«, meinte ich.
»Wenn du's nicht glaubst, laß bleiben«, schmollte sie.
Nach einer kleinen Pause schlug sie mir vor: »Weißt, wenn du's nicht glaubst, komm mit zu mir, ich geh' sowieso in die Burschenkammer, weil mir's der hochwürdige Herr heut nicht gemacht hat, und wenn der Leopold da ist, kannst du ja selbst es sehen. Die Ferdinger hat's auch nicht geglaubt und hat auch schon einmal zugeschaut …«
»Gut«, meinte ich darauf, »ich geh' mit dir.« Mich interessierte es, dieses schöne, dicke Mädchen mit den großen Brüsten an der Arbeit zu sehen, ich hoffte, endlich mit ihren Duteln spielen zu können. Denn von jeher hatten Frauenbrüste einen großen Reiz auf mich geübt. Und dann hoffte ich, vielleicht zu einem neuen Schweif zu kommen und heute noch eine Nummer zu machen, was mir nicht unlieb war.
Melanie erzählte weiter: »Wieder ein paar Tag' d'rauf, hab ich den Johann gesucht und geh ins Burschenzimmer. Es war aber nur der Schankbursch, der Peter, da. Und wie ich den seh', fallt mir die Lüge ein, die er von mir gesagt hat, und ich sag' ihm: ›Sie Lugenschippel, was haben Sie denn zum Johann über mich geprahlt …?‹ – ›Was denn?‹ meinte er lächelnd. Ich kam über sein Lachen erst recht in Wut und schnauz' ihn an: ›Sie haben gesagt, daß Sie mich gevögelt haben …‹ Und damit hab' ich mich natürlich nur selbst verraten, denn da hat der Peter gleich gewußt, daß der Kutscher mich gepudert hat.
Das hab' ich ihm auch angemerkt, wie er mich so lächelnd angeschaut hat. Dann sagte er: ›Der Johann ist selbst ein Lügner …, ich hab' nicht gesagt, ich hab' die Fräul'n Melanie gevögelt …, ich hab' nur gemeint, ich möcht' die Fräul'n Melanie gern einmal verbimbsen …, nur das hab' ich ihm gesagt …, und da ist doch nichts dabei …, wenn doch die Fräul'n Melanie so viel schön ist …, da kann sie doch nicht bös' sein, daß man sich das wünscht …‹ Damit kam er zu mir herbei und streichelte mich auf der Brust. Mein Zorn war weg und vögeln wollte ich. Und wie er mir sagte: ›Gehn S' Fräul'n, lassen S' mich drüber‹, schaffte ich ihm, er soll die Tür zuriegeln.