Er half der Dame beim Aussteigen. Dann kritzelte er ein paar Worte auf eine Karte und wandte sich an mich:
„Lieber Landsmann,“ sagte er, „ich muß unserer Reisegefährtin mit dem Gepäck behilflich sein. Wollen Sie mir wohl dies Telegramm hier aufgeben?“
Ich war froh, dem hochherzigen Mann einen kleinen Dienst erweisen zu können und sprang schnell zum Telegraphenbureau. Die Depesche lautete:
Winter Brothers, Sheffield!
„Hat Miß Maud Clifton, Sheffield, Park Road, eigenes Vermögen? Und wieviel? Drahtantwort. Lehmann in Firma Obermeier, Berlin, zur Zeit Sevilla, Hotel Cadiz.“
Nachdem ich das Telegramm aufgegeben hatte, suchte ich mein Handgepäck zusammen und lief zum Hotelwagen, der bis zum letzten Platz besetzt war.
„Sie müssen in ein anderes Hotel!“ rief mir Herr Lehmann aus dem Fenster zu, „in diesem ist alles besetzt.“ —
„Die Depesche ist besorgt, sie hat acht Pesetas vierzig gekostet!“ sagte ich.
„Schon gut,“ meinte Herr Lehmann. „Wenn nur die Antwort befriedigend ist!“ Er beugte sich hinaus und sagte vertraulich: — „Hübsch ist sie ja, die Miß, wenn sie nun auch noch Geld hat, können wir bald Verlobung feiern!“
„O!“ beteuerte ich. „Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Glück! — Sie edler Mensch, Sie! Sie Gentleman! — Ihr neuer Zylinderhut!“