39. Mamanuas.
Die Mamanuas sind ein Mischlingsvolk von Malaien und Negritos (Semper, Skizzen 49), der malaiische Typus wird wohl bald überwiegen, da sie beständig neue eheliche Verbindungen mit Malaien eingehen (l. c. 136). Sie führen ganz das Leben der Negritos (Semper, l. c. 53). Ihre Wohnsitze sind zwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan zu suchen. Ihre Anzahl ist gering.
40. Tagbalays.
Die Tagbalays wohnen nicht weit von der Ostküste Mindanao’s, in der Nähe von Bislig (Waitz V, 51). Ihr Name kommt auch in den Varianten Tago-Balvoys und Taga-Balooyes vor. Sie sind hellfarbig (Waitz, l. c.), deshalb aber nicht mit japanischem Blute gemengt. Die Japano- und Chino-Manie wird mit Bezug auf die Philippinen bald ähnliche Übertreibungen und voreilige Behauptungen zu Tage fördern, wie die Kelto-Manie von anno dazumal in Deutschland. Mas (pobl. 14) bezeichnet sie als „Igorroten”, wohl aus ähnlichem Grunde, wie bei den Manobos. Ob die in der Ilustracion filipina 1860 n. 17, p. 193, erwähnten Tagabotes mit unseren Tagbalays zu identificiren sind, wage ich nicht zu entscheiden, da sonst (wenigstens in den mir zugänglichen Werken) dieser Volksstamm der Tagabotes nirgendswo anders erwähnt wird.
41. Bagobos.
Die Bagobos wohnen in der Quellgegend des Rio de Butuan zwischen Manobos und Mandayas, dann zwischen dem Vulcane Apo und der Stadt Davao und bewohnen selbst mehrere Rancherías unmittelbar an der Küste, darunter Darum oder Daron (Cavada II, 221). Die Bagobos sind ein friedliches Volk (Cavada II, 206), obgleich sie sonst mit den Manobos Lebensweise und Waffen gemeinsam haben. Die Bewohner der Ebenen und Gestade sind rachitisch und kränklich (Cavada II, 223), was wohl nicht allein auf die Kreuzung mit von den Manobos gekauften Sclaven zurückzuführen ist, sondern vielleicht auch, dass sie eben als Bergstamm in den Sumpfniederungen verkümmern. Cavada rühmt ihnen Mässigkeit im Essen, Reinlichkeit und Vertragstreue nach. Sie sind ebenso wie die Manobos, Mamanuas und Tagbalays Heiden.