Nach Jagor (Reisen 322) wohnt dieser anderswo nicht genannte heidnische Stamm in denselben Districten, zwischen Apo und Davao, welche von den Bagobos bewohnt werden. Der Name dieses Volksstammes erinnert einigermaassen an den der Manguangas. Sie sind von heller Hautfarbe (Cavada II, 223).
43. Vilanen.
Die Vilanes oder Bilanes sind ein den obigen ähnlicher Stamm, gleichfalls heidnischer Religion. Sie wohnen südlich von den Bagobos zwischen dem Gebirge und dem westlichen Gestade des Meerbusens von Davao (Jagor, Reisen 322; Cavada II, 220).
44. Tagacaolos.
Die Tagacaolos hausen südlich von den Vilanen, in den westlichen Gestadelandschaften des Meerbusens von Davao und südlich vom Vulcane Apo. Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai. Ihren Namen scheinen sie vom Flusse Tagalaya herzuleiten, welcher auf jenem Berge entspringt. Ihr Hauptort heisst Malalag (Cavada II, 221). Sie sind ebenfalls Heiden, obwohl es unter ihnen genug Mohammedaner giebt, besonders im Süden, welche aber kaum äusserlich an den Lehren des Korans festhalten. Sie glauben an das Dasein eines übernatürlichen Wesens, das seinen Sitz auf dem Apo hat. „Diesem Genius des Guten und Bösen bringen sie, um ihn zu besänftigen, beständig Menschenopfer, insbesondere, wenn sie sich einbilden, dass er ihnen zürnt, oder auch nur, wenn sie sich vornehmen, Schwefel zu sammeln, damit er es ihnen gestatte” (Ausland 1881, S. 219).
45. Sanguils.
Die Sanguils bewohnen die Halbinsel, welche durch den Meerbusen von Davao und die Sarangani-Bai gebildet wird. Mit den Vilanen und Tagacaolos sollen sie 76 000 Köpfe zählen (Jagor, Reisen 322).