WeisseMestizenZusammen
1575540[1]??
18306 000??
18421 500Spanier20 00025 000
3 500Creolen
1849?8 475[2]?
18504 050[3]8 58412 634

Die neueren Censuslisten lassen die Zahl der Weissen und spanischen Mestizen nicht mit Sicherheit feststellen, da sie die von der Kopfsteuer befreite Bevölkerung, d. h. die Weissen und deren Abkömmlinge, nach der Beschäftigung aufzählen, andererseits die in der Armee und Flotte Dienenden zusammen mit den Indiern aufgeführt werden. Die Differenzen in den obengenannten Zahlen weisen einerseits nur auf blosse Schätzungen hin, dann sind ein Mal die europäischen Soldaten mit eingerechnet, ein anderes Mal wieder nicht.

2. Sonstige Bevölkerungsbestandtheile.

In den vergangenen Jahrhunderten bis zu den Jahren 1821–23 bestand die Linientruppe der Philippinen, soweit sie sich nicht aus Eingeborenen ergänzte, zumeist aus mejicanischen Indianern und Mestizen. Zwar blieben die Soldaten auch nach vollendeter Dienstzeit im Lande und verheiratheten sich mit eingeborenen Frauen, aber ohne irgendwie eine selbständige Kaste zu bilden, sie gingen einfach in den Malaien auf. Dasselbe gilt von den Negern, Kaffern und Papuas, welche in geringer Anzahl nach den Philippinen im Beginne der spanischen Conquista von portugiesischen Sclavenhändlern gebracht wurden; da aber bereits Philipp II. durch ein Decret die Aufhebung der Sclaverei auf den Philippinen bewirkte[4], so blieben die Philippinen von dem Fluche einer Negerkaste befreit. Die wenigen Sclaven, welche 1565–90 den Spaniern aus Siam, Cambodscha und Borneo zugeführt wurden, kommen gar nicht in Betracht.


[1] Nur Männer.

[2] Ohne die Mestizen von Tayabas und Sámar.

[3] Nach Buzeta’s Schlusstabelle, pag. 143, im I. Bde des Werkes findet sich die Angabe: 7000 españoles ó de raza española.

[4] Erst Anfang des XVII. Jahrhunderts konnte das Decret vollends durchgeführt werden.