Grenzfragen
des
Nerven- und Seelenlebens.

Im Vereine mit hervorragenden Fachmännern des In- und Auslandes
herausgegeben von

Dr. L. LOEWENFELDundDr. H. KURELLA
IN MÜNCHEN. IN BRESLAU.
I. Somnambulismus und Spiritismus. Von Dr. med. Löwenfeld in München. M. 1.—
II.Funktionelle und organische Nervenkrankheiten. Von Prof. Dr. H. Obersteiner in Wien.M. 1.—
III.Ueber Entartung. Von Dr. P. J. Möbius in Leipzig.M. 1.—
IV.Die normalen Schwankungen der Seelentätigkeiten. Von Dr. J. Finzi in Florenz, übersetzt von Dr. E. Jentsch in Breslau.M. 1.—
V.Abnorme Charaktere. Von Dr. J. L. A. Koch in Cannstatt.M. 1.—
VI/VII.Wahnideen im Völkerleben. Von Dr. M. Friedmann in Mannheim.M. 2.—
VIII.Ueber den Traum. Von Dr. S. Freud in Wien.M. 1.—
IX.Das Selbstbewusstsein, Empfindung und Gefühl. Von Prof. Dr. Th. Lipps in München.M. 1.—
X.Muskelfunktion und Bewusstsein. Eine Studie zum Mechanismus der Wahrnehmungen. Von Dr. E. Storch in Breslau.M. 1.20
XI.Die Grosshirnrinde als Organ der Seele. Von Prof. Dr. Adamkiewicz in Wien.M. 2.—
XII.Wirtschaft und Mode. Von W. Sombart, Breslau.M. —.80
XIII.Der Zusammenhang von Leib und Seele das Grundproblem der Psychologie. Von Prof. W. Schuppe in Greifswald.M. 1.60
XIV.Die Freiheit des Willens vom Standpunkte der Psychopathologie. Von Professor Dr. A. Hoche in Strassburg.M. 1.—
XV.Die Laune. Eine ärztlich-psychologische Studie. Von Dr. Ernst Jentsch in Breslau.M. 1.20
XVI.Die Energie des lebenden Organismus und ihre psycho-biologische Bedeutung. Von Prof. Dr. W. v. Bechterew in St. Petersburg.M. 3.—
XVII.Ueber das Pathologische bei Nietzsche. Von Dr. med. P. J. Möbius, Leipzig.M. 2.80
XVIII.Ueber die sogen. Moral insanity. Von Med.-Rat Dr. Naecke in Hubertusburg.M. 1.60
XIX.Sadismus und Masochismus. Von Geh. Med.-Rat Prof. Dr. A. Eulenburg in Berlin.M. 2.—
XX.Sinnesgenüsse und Kunstgenuss. Von Prof. Karl Lange in Kopenhagen. Nach seinem Tode herausgegeben von Dr. Hans Kurella in Breslau.M. 2.—
XXI.Ueber die geniale Geistestätigkeit mit besonderer Berücksichtigung des Genies für bildende Kunst. Von Dr. L. Löwenfeld in München.M. 2.80
XXII.Psychiatrie und Dichtkunst. Von Dr. G. Wolff in Basel.M. 1.—
XXIII.„Bewusstsein — Gefühl“. Eine psycho-physiologische Untersuchung. Von Prof. Dr. Oppenheimer, Heidelberg.M. 1.80
XXIV.Beiträge zur Psychologie des Pessimismus. Von Dr. A. Kowalewski in Königsberg (O.-P.).M. 2.80
XXV.Der Einfluss des Alkohols auf das Nerven- und Seelenleben. Von Dr. E. Hirt in München.M. 1.60
XXVI.Berufswahl und Nervenleiden. Von Prof. Dr. A. Hoffmann in Düsseldorf.M. —.80
XXVII.Individuelle Geistesentartung und Geistesstörung. Von Direktor Dr. Th. Tiling.M. 1.60
XXVIII.Hypnose und Kunst. Von Dr. L. Löwenfeld in München.M. —.80
XXIX.Musik und Nerven. Von Dr. Ernst Jentsch in Breslau.M. 1.—
XXX.Übung und Gedächtnis. Von Dr. med. Semi Meyer in Danzig.M. 1.30

Druck der Kgl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz in Würzburg.

Fußnoten:

[1] Anmerkung des Herausgebers. Die Publikationen des verstorbenen Dr. O. Weininger erregten alsbald nach deren Erscheinen meine Aufmerksamkeit, und ihr Inhalt liess mir keinen Zweifel, dass dieselben unter dem Einflusse eines krankhaften Geisteszustandes entstanden waren. Von welcher Art dieser war, ergab sich jedoch nicht ohne Weiteres, und so beschloss ich, den Fall O. Weininger eingehender zu studieren und das Ergebnis in den „Grenzfragen“ zu veröffentlichen. Dieser Entschluss veranlasste mich zunächst, biographisches Material über den Verstorbenen zu sammeln, und ich fand bei diesem Bemühen bei dem Vater O. Weiningers das freundlichste und vertrauenvollste Entgegenkommen, wofür ich ihm auch an dieser Stelle meinen Dank ausspreche.

Anderweitige Obliegenheiten verhinderten mich jedoch an der Fortführung der geplanten Arbeit. Als ich in der Folge aus der Münchener medizinischen Wochenschrift ersah, dass mein Münchener Kollege Dr. Probst für die Jahresversammlung der bayerischen Irrenärzte in Ansbach einen Vortrag über O. Weininger angekündigt hatte, setzte ich mich mit demselben in Verbindung und überliess ihm das gesamte von mir gesammelte biographische Material, soweit ich über dasselbe zu verfügen berechtigt war, zur Verwertung für die vorliegende Arbeit.