Silberkern.
Aber wie hängt denn das alles zusammen?
Rappelkopf. Freund, das werden wir Ihnen morgen früh erzählen, sonst möcht es den Leuten zu viel werden. Denn ich hab heut schon so viel geredet, daß ich nichts mehr sagen kann als: (zu August) Sie sind mein Schwiegersohn. Nehmen Sie sie hin. Aber Sie sind ein Maler, schmieren Sie s' nicht an. Lieben Sie s' so, wie ich Sie unrechterweise gehaßt habe, dann kann sie schon zufrieden sein.
August, Malchen (zugleich).
Bester Vater!
Rappelkopf (auf den Alpenkönig zeigend).
Dort bedankt euch.
August, Malchen (stürzen zu Astragalus' Füßen).
Großer Alpenkönig, Dank!
Astragalus (mit Rührung).
Ich hab dir gestern einen Kranz versprochen,
Als ich dein Leid im Alpentale sah.
Du siehst, ich habe nicht mein Wort gebrochen,
Das Leid ist fort, der Kranz ist da.
(Er nimmt einen Kranz aus schönen Alpenblumen von glänzender Folio, den ihm einer von den Alpengeistern reicht, und setzt ihn Malchen auf.)
So nimm ihn hin, du Mädchen seltner Art,
Das treulich hält, was liebend es verspricht,
Und weil ich euch so väterlich gepaart,
Vergeßt auch auf den Alpenkönig nicht.
(Geht ab.)
Rappelkopf. Kinder, ich bin ein pensionierter Menschenfeind, bleibt bei mir, und ich werde meine Tage ruhig im Tempel der Erkenntnis verleben.