quecksilber. Bartholomäus!

zoraide. Bartholomäus und Zoraide, das gibt einen herrlichen Roman.

quecksilber. Ich glaubs.

zoraide. Auf dem Titelkupfer eine indianische Schweizer Gegend, vom Mond beleuchtet. Zu meinen Füßen liegt ein jugendlicher Schäfer und im Hintergrunde erscheinest du—

quecksilber. Mit einem Ochsenzahn in der Hand. Das wird eine schöne Vignette sein.

zoraide. Nein, Spaß apart, ich bin Dichterin. Sie müssen mir
Ihre Geschichten erzählen, ich werde sie in vierfüßigen
Jamben bearbeiten und dann dem Druck übergeben.
Pränumeranten werden sich schon finden.

quecksilber. Sind S so gut! Wenn die Leut alle die Dummheiten lesen müßten, die ich in meinem Leben angstellt hab, ich dürft mich gar nicht mehr auf der Gassen sehen lassen.

zoraide. Wie? Können Sie sich eine größere Ehre wünschen, als im Druck zu erscheinen?

quecksilber. Ah was, Druck. Wenn ich mich will drucken lassen, geh ich in ein Freitheater.

zoraide. Nein, verzeihen Sie, mit Ihnen zu parlieren gehört eine kuriose Geduld dazu, Sie haben ja nicht um sechs Pfennige Galanterie im Leib. Ich möchte einen galanten Mann.