quecksilber. Da hätten Sie sich sollen einen Galanteriehändler verschreiben, auf dem Kohlmarkt gibts prächtige, ob sie Ihnen aber mögen, das weiß ich nicht.

zoraide. Gehen Sie, Sie haben nicht im geringsten einen, wie sagt man denn, phantasierenden Sinn.

quecksilber. So? Ich habe einmal das hitzige Fieber ghabt, da hätten Sie mich hören sollen, da habe ich fünf Tag und Nacht phantasiert.

zoraide (für sich). Wenn ich nur das Staberl erwischen könnte! (Sehr freundlich.) Lassen Sie uns Frieden schließen, trauter Bartholomäus! Liebst du deine Zoraide? Hinweg mit allen den kleinen Zänkereien, den Töchtern der liebenden Koketterie, welche den Reiz der Liebe erhöhen sollen. Ich will dein Herz umranken, wie die Rebe den Kastanienbaum. (Umarmt ihn.) O ihr Götter, die ihr da unten wohnt, sehet auf uns herab!—Nicht wahr, du wirst deine Zoraide nie verlassen. Dein Herz wird kein Retourbillett verlangen oder sich gar das Entrée seiner Treue bei Amors Kasse zurückzahlen lassen?

quecksilber. Sie ist doch eine gute Seel.

zoraide (für sich). Nur das Staberl möcht ich haben. quecksilber. Nu schlagen Sie ein, aber nicht ins Gsicht. Geben Sie mir zum Drangeld ein einschichtiges Busserl, und wir sind daccord!

zoraide. Jetzt nicht. Das bekommen Sie nach der Tafel zum Konfekt.

quecksilber. Gut, ist auch recht. Was essen denn Sie zum Konfekt?

zoraide. Die edelsten indianischen Früchte.

quecksilber. Da freu ich mich! Für mich sind die edelsten Früchte die Pfludern, die iß ich sehr gern. Dirndeln sind auch schön, besonders die Bauerndirndeln. Mein liebstes Essen sind die Birn, wissen Sie, die kleinen, die Muskatellerbirnderln, die sind gut.