Florian. Und da bekommt er hernach seine soliden fünfzig Strichel?

Aladin. Das geschieht nicht. Wir schlagen nur die Kleider des zu
Bestrafenden, nicht den Mann; und das ist bei uns die größte
Schande.

Florian. Das geschieht bei uns auch. Man schlagt auch nur die Kleider, aber man wartet so lange, bis sie derjenige an hat, den wir—(macht die Pantomime des Prügelns).

Eduard. Wie ist es rücksichtlich eurer Heiraten?

Aladin. In ihrem zwanzigsten Jahre werden unsere Mädchen verheiratet, ohne daß sie ihren Bräutigam zu Gesichte bekommen haben. Als Frauen dürfen sie keinen Schritt mehr aus dem Hause machen.

Florian. Das ist gut. Wenn eine Geld im Sack hat, kann s' wenigstens keins verlieren auf der Gasse.

Aladin. Nur bei öffentlichen Versammlungen müssen sie erscheinen. Übrigens darf kein Mädchen allein ausgehen, wenigstens vier, wo eine die andre beobachtet, denn es darf sich keine umsehen.

Florian. Das heißt, sie dürfen niemand über die Achsel ansehen.

Aladin. Und gehen immer in Begleitung von zwei Mohren.

Eduard. Himmel, welch ein qualvolles Leben!