Flottwell (allein). Ein sturmbewegter Tag! Wär er doch schon vorüber. (Wirft sich vor sich hinstarrend in einen Stuhl.)

(In der Ferne klingen die letzten Verse von des Bettlers Gesang.)

Bettler.
Mein Herz ist stets des Kummers Beute,
Durch eigne Schuld bin ich gekränkt.

Flottwell (springt auf). Welch Gesang—

(Wolf tritt ein.)

Wolf. Ach liebster gnädger Herr! Wie hat der Juwelier doch seine Sache schlecht gemacht, ich hab ihn eben ausgezankt. Doch stellen Sie sich vor, der Schmuck ist weg, und niemand will ihn aufgehoben haben.

Flottwell. Das wäre mir sehr unlieb—denn er kostet viel.

Wolf. Er muß sich finden, ich sah ihn aus dem Fenster fliegen.
Niemanden gewahrt ich in der Nähe als das Kammermädchen Rosa.
Ich eilt sogleich herab, da war sie fort, und als ich sie
befragte, wollt sie nichts gesehen haben.

Flottwell. Das kann ich doch nicht von ihr glauben.

Wolf. Man muß die Sache untersuchen lassen.