vorige ohne Nachtigall
hermione. Ein sonderbarer Mensch; ein Abenteurer ists, der hier sein Glück versucht; doch er erheitert mich.
narr. Wenn der den Preis gewinnt, dann gibst du unterm Preis dich weg.
hermione. Schweig, Narr! Ein Dichter ist er nicht, doch besser scheinet sein Gemüt als deines zu sein, und seine Laune könnte deiner leicht gefährlich werden. Verlaß mich jetzt!
narr (für sich). So muß sogar ein Narr auf seiner Höhe zittern. O undankbare Welt! Da glaubt so mancher oft, er wär allein der Narr im Haus, da kommt ein andrer her und sticht ihn wieder aus; und dieser andre wird von einem andern Andern dann verdrängt, und so zerstreiten sich die armen Narren ums traurge Narrentum. Ein jeder möcht der größere sein, und jeder narrt sich selbst. O eitle Narretei, o närrsche Eitelkeit! Ich wollt, ich hätt brav Geld, dann mach ein Narrn, wer will! (Ab.)
hermione (allein). Gemeiner Neid, der selbst den Weisen schändet oft. O Amphio, wie wird man dich beneiden, wenn dich die Myrte und der Lorbeer schmückt.
11. Szene
vorige. amphio verstört und bleich
amphio. O Hermione, find ich dich! Wenn du mich je geliebt, so blick mich gütig an!
hermione. Was quält dich, Amphio? Was führt dich jetzt hierher?