amphio (starr). Laß mich in deine Augen schaun, ich bitte dich, so lang, bis sich mein Geist an ihrem Strahl entzündet.

hermione (sieht ihn verwundert an).

amphio. Ich danke dir. (Er macht das Spiel, als wollte er sich durch ihren Anblick zum Dichten begeistern, und vermag es nicht; er geht daher hoffnungsvoll einen Schritt von ihr und sagt, nachdenkend gegen Himmel schauend.) So—so—nun wird es gehen. (Immer unruhiger.) Flamm auf, Gemüt, flamm auf! (Verzweifelnd.) Es ist umsonst, sie ist für mich verloren! (Will ab.)

hermione. Wo willst du hin?

amphio. Ins Meer. (Lacht wild.) Ich will Neptun mich weihn.

hermione. Doch seiner ungetreuen Tiefe nicht?

amphio. Sie ist nicht tiefer als mein Schmerz, und seinen Wellen kann ich nur vertraun, warums in ihren Grund mich reißt.

hermione. Bist du mein Amphio? Hermione sei der Stoff, sprach das Orakel heut, und so besingst du mich?

amphio. So wisse denn, ich kann dich nicht besingen; mein Geist ist wüst, mein Herz ist kalt; seit du mich sprachst, bin ich nicht Amphio mehr.

hermione. Ermanne dich, dir fehlt Vertraun auf deine Kraft.