Aloe (nimmt sich zusammen). Ja, ich will mich mäßigen, denn meine Schönheit geht mir über alles. Ich folge Euch. (Wieder auffahrend.) Aber wenn ich zurückkomme—(Zu Ewald.) Geht nur voraus, ich bin die Sanftmut selbst. (Wieder auffahrend.) Gottloses Kind, ich—(faßt sich) nein, du sollst mich nicht um meine Schönheit bringen. Geht nur voraus, ich folge sanft, ganz sanft. (Trippelt steif und wirft immer wütende Seitenblicke auf Atritien.) Mich alt zu nennen!— Zittre, wenn ich wiederkomme!—Ganz sanft—ganz sanft! (Geht ab.)

Dreiundzwanzigste Szene.
Atritia, dann Lulu.

Atritia (allein). Ach, mein Geliebter ist ein Zauberer.

(Wolken fallen vor, Lulu steigt aus der Erde.)

Lulu. Und willst du ihn darum verlassen?

Atritia. Das tu' ich nicht, er hat auch mich bezaubert.

Lulu. So folge mir, ich will dich ihm bewahren. (versinkt mir ihr.)

Vierundzwanzigste Szene.
(Tempel der Venus.)

An jeder Seite ein Thron, und in der Mitte des Hintergrundes das
Bild der Göttin auf Wolken schwebend, vor diesem Stufen. Dardonius,
Olinar, Astrachan, Abukar, Nimelot, Priesterinnen der Venus mit
goldenen Fackeln. Edle Herren und Frauen von Kallidalos sind im
Tempel versammelt, der König besteigt den Thron.

Kurzer Chor.
Seht, die Göttin ist uns hold,
Lieblich strahlt der Locken Gold,
Und ihr anmutsreicher Blick,
Kündet unserm Lande Glück.