Dardonius. Die Göttin ist uns hold, sie nahm die Opfer gnädig auf.
Nun führt den Helden dieses wicht'gen Tags vor meinen Thron.

Fünfundzwanzigste Szene. Vorige. Simplizius mit einem goldenen griechischen Panzer geschmückt und die große Eberhaut umhängend, wird von Edlen hereingeführt.

Simplizius. Was s' mit mir alles treiben, jetzt nähn s' mich mitten im Sommer in eine Eberhaut ein, da möcht' einer doch aus der Haut fahren!

Dardonius. Edle Herren und Frauen von Kallidalos, hier steht der kühnste Jäger seiner Zeit.

Simplizius. Ich wollt', ich wär's, ich jaget euch alle davon.

Dardonius. Ihm ward das Glück, das Untier zu besiegen, das unser Land verwüstet hat. Nun könnt ihr kühn den Wald durchstreifen, und eurer Felder Saaten sind durch ihn gerettet.

Simplizius. Aha, deswegen haben s' mich zum Feldscher g'macht.

Dardonius. Schon ruht auf seiner Stirn das Zeichen höchsten Ruhmes, und seine Schultern deckt des Tieres rauher Panzer. Nichts gleichet seinem Mut.

Simplizius (für sich). Mir steigen schon alle Ängsten auf, ich schwitz' mich noch zu Tod.

Dardonius. Darum ist meines ganzen Volkes Hoffnung nur auf dich gerichtet.