Mirzel. Das kann ja sein, ich hab' schon viel von verzauberten Prinzessinnen gehört. Nu, trösten sich Euer G'streng' nur, wir werden schon für Euer G'streng' sorgen.

Hans. Was sagst denn Euer G'streng', meinst denn, du redst mit dem
Verwalter? (Mit erhobener Stimme.) Weiß die Fürstin was, wir
behalten die Fürstin bei uns, und was wir haben, bekommt die
Fürstin auch.

Alzinde. Ihr guten Menschen, meine Tränen werden dankbar fließen.

Mirzel. Wenn s' nur alle Jahre einmal weint, im Frühling, wenn der Schnee zerfließt, so leben wir das ganze Jahr davon. Die Fürstin macht noch unser Glück.

Hans. Und da braucht sie nicht einmal einen Schmerz, der sie weinen macht, ich reib' ihr einen scharfen Kren, so weint sie ihren diamantenen Fleck her und lacht uns alle aus.

Mirzel. Ja, das ist prächtig, lieber Hans; die Tränen, die du im Hut hier hast, tragst du morgen augenblicklich in die Stadt. Jetzt geh die Fürstin nur in unsre Hütten hinein, da findt die Fürstin Milch und Brot; wir müssen jetzt in' Steinbruch hinaus, wir haben nur unsre Werkzeuge g'holt. Auf den Abend kommen wir nach Haus, und dann wollen wir recht vergnügt sein alle drei.

Hans. Ja, mein' liebe gute Fürstin, geh die Fürstin nur hinein, gib die Fürstin auf mein' Spitzel gut acht und sperr' die Fürstin die Tür von innen gut zu; unser Nachbar ist gar ein böser Mann, dem muß die Fürstin ja nicht traun, sperr' ihm die Fürstin gar nicht auf.

Alzinde. Sorgt euch nicht, ich hab' ihn schon erkannt. Er stieß mich ja von seiner Tür.

(Sie geht hinein, Hans und Mirzel nehmen ihre Hämmer. Alzinde riegelt die Türe von innen zu.)

Hans. Heisa, jetzt geht's in den Steinbruch hinaus, wenn wir auch noch so wenig haben, ein fröhliches Herz tauscht ja mit Königen nicht. (Beide ab.)