Gluthahn. Du mußt, potz Himmeltausend Saprament, ich werd' dich lernen räsonnieren, du alte Blendlaterne. Den Augenblick spannst ein und gehst dann in den Garten und brockst mir ein' Korb voll Äpfel ab. (Für sich.) So bring' ich sie doch fort.
Trautel. Nein, du bist kein Mensch, du bist ein Krokodil. (Weint.)
Gluthahn. Wirst gehn.
Trautel. Ich geh' schon. (Geht weinend ab.) Ach, du lieber Himmel!
Gluthahn. Jetzt weint die auch. Komm her. (Trautel kehrt um.) Was weinst denn? (Sieht in ihre Augen.) Die weint keine Diamanten, höchstens mein Geld als Medizin. Geh, geh, besorg' den Wagen, so kommst du mir doch aus den Augen.
(Trautel geht hinters Haus ab.)
Vierzehnte Szene.
Gluthahn, dann Alzinde.
Gluthahn (boshaft lächelnd). Jetzt werd' ich fensterln gehn. (Mit falscher Freundlichkeit.) Liebe Alte, komm heraus, ich hab' dir etwas zu entdecken.
Alzinde (öffnet das Fenster). Was willst du, böser Mensch, der mich verstieß.
Gluthahn. Denk doch nicht mehr dran, ich war im Zorn, ich bin so gähzornig, ich hab' es schon bereut, hab' schon g'weint deswegen und möcht' dir die Kränkung gern vergelten; drum komm heraus, wir trinken ein Glas Wein.