Chor.
Lustig vorwärts, muntre Brüder,
Denn die Zeit steht nimmer still.
Genius der Tugend. Sag' an, wo eilst du hin, du nächtlich wildes
Chor?
Erster Schatten.
Wir sind ein lustig Schnittervolk
Und ziehen nach der Welt.
Fleißig sind wir Tag und Nacht,
Mähen Jung und Alt.
Genius. Und seid ihr froh bei solchem Dienst?
Erster Schatten. Wir haben einen harten Herrn, der niemals freundlich blickt, doch sind wir fröhlich, herzensfroh. Lustig, Kinder, auf die Welt. Es leb' die Pest! Es leb' der Krieg!
(Sie ziehen ab, Raben fliegen hinten drein: Qua, qua!)
Genius der Tugend. Zieh hin, du grauser Bienenschwarm, bring' Lebenshonig heim, ich suche deinen Weisel auf. (Er schlägt dreimal mit der Lilie an das Tor, bei jedem Schlag ertönt es mächtig von innen.) Heraus aus deinem finstren Haus, du Schreckensfürst, der die Vernichtung in dem Wappen führt.
(Die Pforte springt donnernd auf, der Genius der Vergänglichkeit
tritt heraus, ein finstrer stolzer Mann, trägt lange schwarze
Tunika, er hat ein bleiches Antlitz, schwarzes Lockenhaar, keinen
Bart, eine eherne Schlange um das Haupt.)
Achte Szene.
Genius der Tugend und Genius der Vergänglichkeit.
Genius der Vergänglichkeit. Wer gab dir Macht, an diese Pforte anzuschlagen?