„Nun, dann gehe ich gleich mit. Ich habe hier auch nichts mehr zu suchen.“

Ich konnte bemerken, daß ihm meine Begleitung sehr unangenehm war. Aber ich kehrte mich diesmal nicht daran. Er hatte sich offenbar in seinen Erwartungen getäuscht gesehen, war tief verstimmt — und so nahm ich mir vor, an seiner Seite zu bleiben und das Eisen zu schmieden, so lange es noch glühte.

Auf der Straße angelangt, schlug er den Kragen seines Mantels hinauf und eilte so rasch über den Josefsplatz, daß ich Mühe hatte, ihm zu folgen.

„Warum läufst du denn so?“ rief ich ihm zu.

„Du hast doch gehört, daß ich Kopfschmerzen habe,“ erwiderte er zornig, ohne mich anzusehen. „Ich will bald zu Hause sein.“

„Du bist übler Laune“, sagte ich. „Dir ist etwas Unangenehmes begegnet.“

„Mir? Wieso? Warum?“

„Ich weiß es“, erwiderte ich fest. „Man hat sich auf dem Balle nicht umsonst deinetwegen an mich gewendet.“

Er blieb wie versteinert stehen. „An dich? Meinetwegen? Was willst du damit sagen?“ fragte er mit bebender Stimme.

Und nun teilte ich ihm, während wir weiter schritten, das Gespräch mit dem Major mit. Um ihn fürs erste möglichst zu schonen, streifte ich den heikelsten Punkt, nämlich den Unwillen der Prinzessin, nur flüchtig und legte das Hauptgewicht auf den Fürsten und auf den Auftrag, den dieser seinem Adjutanten erteilt hatte.