‚Was kümmert das mich? Bin ich ein altes Weib?‘ versetzte ich barsch in seiner Muttersprache.

‚Ach, es wäre schrecklich, wenn man’s erführe‘, fuhr er weinerlich fort. ‚Mein Vater — und auch die Mutter wäre — —‘ Er machte Gebärden des Außersichseins.

‚Das glaub’ ich gern‘, bekräftigte ich. ‚Aber kommt ihr denn oft hier oben zusammen?‘ fuhr ich unwillkürlich fort und schämte mich vor mir selbst, daß ich bei dieser Frage ein zuckendes Weh am Herzen verspürte.

‚I freilich‘, grinste der Bursche, und sein Mund zog sich dabei bis zu den Ohren. ‚Alle Tage.‘

‚An derselben Stelle?‘

‚Einmal da, einmal dort.‘

‚Und wie könnt ihr dann glauben, daß euch niemand gewahr werden wird?‘

‚O, da herauf kommt ja kein Mensch. Höchstens Leute aus dem fürstlichen Revier herüber, und die kennen uns nicht.‘

‚Aber der Heger? Der müßte euch doch schon getroffen haben?‘

‚O, der Pan Heger,‘ lachte der Junge wieder, ‚der tut uns nichts. Der hält den Mund. Dem hab’ ich —‘ er machte eine bezeichnende Pantomime, daß er ihm Geld in die Hand gedrückt.