Er richtete sie behutsam auf. »Fühlst du dich noch sehr schwach?«
»Kaum der Rede wert. Aber, Arno, gehen werd' ich nicht können!«
»Ich trag' dich!« rief er jubelnd. »Wohnst du im Dorf?«
»Nein, oberhalb, in der Burg. Ich hab's da gut, Arno, meine alte Kastellanin verwöhnt mich riesig, und mit allen Dorfkindern bin ich gut Freund. Ich hab' sie mir auch allmählich gezähmt, weißt du. Wenn sie krank wurden, pflegte ich sie, und alle meine Puppen hab' ich an sie verteilt. Kinder sind so lieb, Arno.«
Seine Züge strafften sich. »Ja, o ja!«
»Und dein Söhnchen erst!«
»Ich habe auch noch ein Töchterchen,« sagte er gepreßt, »das ist bei den Großeltern, es heißt Marie-Sibylle.«
»O!« rief sie strahlend. »Und wie alt?«
»Erst ein Jahr.«
»Wie mußt du glücklich sein mit den Kindern!« sagte sie träumerisch.