»Nun, übermorgen, im Lorenzodome. Halb Genua spricht ja davon. Hoch soll's hergehen dabei. Wie schön die Braut ist, davon redet ja sogar Euer Stein! Das brauche ich Euch nicht erst zu sagen.«
Schweigsam packte Pietro seine Pastellstifte zusammen. Dann fuhr er mit dem Ärmel gleichmütig über das blühende Antlitz, und in eine unkenntliche, farbenreiche Masse aufgelöst, starrte ihm sein zerstörtes Werk entgegen. Er wandte sich zum Gehen.
Ein einziger Laut des Bedauerns ging durch die Reihen.
Pfiffig zwinkerte der Genuese mit den Augen.
»Solche Künstlergrillen haben ihre Geschichte,« flüsterte er. »Ich wette, euer seltsamer Maler hat sein Herz an die schöne Maria Torresino verloren!«
»Dann muß er ein Genuese sein!«
»Nein, er stammt hier aus Quinto. Das weiß ich von dem alten Eisenwarenhändler Philippo – der will ihn sogar erkannt haben.«
»Wie, der alte Maulwurf mit seinen triefenden, halb blinden Augen?«
»Vor dreiundzwanzig Jahren soll der Pietro ein schöner Bursch gewesen sein!«
»Dreiundzwanzig Jahre! Das ist eine lange Zeit!«