„O, der Arme! Er thut mir so leid! Welch ein trauriges Leben muß er doch geführt haben, daß er eine solche Sünde begehen konnte!“

„Freilich, Percy. Aber das Geld! Dein Geld!“

„O Pater, an dem Gelde liegt mir nichts. Mein Vater schickt mir Geld wieder, wenn ich ihn nur bitte. Aber der arme, arme Junge thut mir so leid. Wie unglücklich muß er sich jetzt fühlen!“

„Erzähle dies jetzt niemanden, Percy! Auch daß er weggelaufen ist, darf niemand erfahren. Er ist aber zugleich geschaßt worden, und das weiß man unter den Zöglingen. Im übrigen wollen wir seinen Ruf schonen, soviel es noch möglich ist.“

„P. Middleton, das gleicht Ihnen nun so ganz. Sie nehmen stets Rücksicht auf andere. Ich hätte hieran gar nicht gedacht. Ich wäre hingegangen und hätte jedem in die Ohren gerufen, Prescott sei ein Dieb und ein Ausreißer. Ich danke Ihnen sehr, Pater. Sie haben mir durch Ihr Beispiel eine heilsame Lehre gegeben.“

Hätte unser kleiner Freund gewußt, was für ein Brief an seinen Vater noch auf P. Middletons Tische lag, er würde die aufmerksame Rücksichtnahme seines Präfekten noch dankbarer bewundert haben.

„Noch eines, Percy. Dein Kästchen habe ich mit in mein Zimmer genommen. Das Schloß war ja erbrochen, und auch sonst war es arg beschädigt. Hast Du etwas dagegen, daß ich es Dir erst zurückstelle, wenn alles wieder in Ordnung ist?“

„O gar nichts, Pater! Behalten Sie es, so lange Sie wollen, eine Woche, einen Monat, behalten Sie es nur ganz.“

Mit einem Lächeln wünschte P. Middleton seinem braven Zögling gute Nacht.