„Herein!“

Der Rektor erhob sich von den Knieen und sah den Eintretenden erstaunt an.

„P. Middleton, was führt Sie denn zu dieser Stunde her? Nach dem gestrigen Tage könnten Sie die Ruhe doch gebrauchen.“

„Hochwürden, ich habe die ganze Nacht noch kein Auge geschlossen vor Sorge um den Prescott. Stets kommt mir die Idee und will mich nicht verlassen, er sei bei dieser Kälte ohne Schutz draußen. Wollen Sie mir nicht erlauben, ihm nachzureiten? Um neun Uhr kann ich zurück sein, um meine Klasse zu halten.“

Einen Augenblick überlegte der Rektor, wobei er zugleich aufmerksam in das bekümmerte Antlitz seines Untergebenen sah.

„Gut! Gehen Sie! Aber unter einer Bedingung!“

„Welcher, Hochwürden?“

„Daß Sie gleich nach Ihrer Rückkehr in ein Fremdenzimmer gehen und sich schlafen legen. Ich will Ihre Klasse halten und will sorgen, daß Sie auch auf dem Spielplatze Vertretung erhalten. Keine Entschuldigung, mein Lieber! Sie haben für die Zöglinge zu sorgen, ich für die Patres. Sie brauchen Ruhe, Pater. Wenn Sie mir um neun Uhr nicht schlafen, schicke ich Sie für eine Woche zur Erholung aus dem Hause. In der letzten Zeit haben Sie sich zu sehr angestrengt.“

„Jetzt bitte ich Ew. Hochwürden noch um Ihren Segen. Ich fürchte sehr, ich schlafe um neun Uhr nicht, wenn ich den Jungen nicht auffinde.“

Er kniete nieder vor dem Manne, in dem er schon als Zögling einen väterlichen Erzieher verehrt hatte, und der ihm jetzt Gottes Stelle vertrat.