Andächtig erhob der Rektor seine Hände und sprach die Worte des priesterlichen Segens:
„Benedictio Dei omnipotentis Patris et Filii et Spiritus Sancti descendat super te et maneat semper.“
(Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes steige auf Dich herab und verbleibe über Dir immerdar.)
„Amen,“ sprach P. Middleton.
Als er sich erhob, begegneten sich die Augen beider in einem Blicke, der weitere Worte zwecklos machte.
Ein paar Minuten später trabte P. Middleton auf der festgefrorenen Straße nach Sykesville dahin und langte an, bevor es recht hell geworden war. Einiges Nachforschen führte ihn bald zu der Überzeugung, daß Prescott den Ort nicht betreten habe. Er mußte sich also wohl irgendwo zwischen Maurach und Sykesville befinden.
P. Middleton kehrte demgemäß um, ritt von der Landstraße weit nach rechts und nach links ab und untersuchte vorsichtig jeden Busch und Strauch.
Die Dämmerung war indessen in jenes sanfte und milde Licht übergegangen, das ein unmittelbarer Vorbote des Sonnenaufganges ist.
Eine gute Strecke hatte P. Middleton zu beiden Seiten der Straße bereits mit ängstlicher Genauigkeit durchforscht, als er in der Ferne ein paar großer Heuschober ansichtig wurde. Sofort lenkte er sein Pferd dorthin und ritt langsam um sie herum.
Da lag Prescott, das Gesicht nach unten gekehrt. Mit herzlichem Dank gegen Gott sprang der Pater vom Pferde und hob den Bewußtlosen auf. Ein Ruf des Schreckens entfuhr seinen Lippen: Prescott war an Händen und Füßen gebunden und hatte einen Knebel im Munde. Das Schicksal, das er Playfair und Quip zugedacht hatte, war ihm selbst widerfahren.