Eine lange Pause trat ein. Endlich erhob sich Playfairs Finger.
„Ich glaube nicht, Pater, daß die Mutter Gottes so etwas sagen würde. Sie ist ja die beste, liebreichste Patronin der Sünder. Sie wäre sicher die letzte, einen Sünder aufzugeben.“
„Sehr gut, Playfair. Allein um die Sache ganz zu durchschauen, wollen wir auch diesen unmöglichen Fall voraussetzen. Würdest Du verzweifeln?“
„Nein! Wahrhaftig nicht!“
„Warum nicht?“
Tom hatte keine Antwort.
„Glaubst Du etwa, Maria könnte und wollte Dich täuschen?“
Das mochte Tom weder bejahen noch verneinen.
„Wynn — würdest Du verzweifeln, wenn Dir Maria erklärte, es sei zu spät?“
„Nein. Sie könnte damit nur sagen wollen, es sei in dem Falle zu spät, daß ich versäumte, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken. Wir wissen ja aus dem Glauben, daß jeder Mensch, so lange er lebt, hinreichend Gnade erhält, um sich zu retten. Darum darf niemand verzweifeln und braucht auch nicht zu verzweifeln.“