„Ja, junger Herr,“ sagte die Frau, „Sie können sich glücklich schätzen, daß Sie einen solchen Lehrer besitzen. Hätte er Sie nicht in seinen Mantel gehüllt, während er selbst halb tot fror, und hätte er Sie nicht nachher ohne Unterlaß gewärmt und gerieben, bis der Herr Doktor kam — wer weiß, ob Sie noch lebten!“

Prescott ergriff P. Middletons Hand und küßte sie.

„Die gute Frau übertreibt stark, Martin!“

„O nein, Herr Pater! Alles, was ich sage, ist wahr. Wenn Sie einen von Ihren Zöglingen ganz besonders gern haben, so ist es sicher dieser.“

„Pater, kann ich Sie allein sprechen?“ flüsterte Prescott.

Als der Arzt und die Frau sich zurückgezogen hatten, gab er dann einen umständlichen Bericht all seiner traurigen und schließlich doch so gnadenreichen Erlebnisse.

„Deine Erzählung,“ sprach P. Middleton zuletzt, „reicht hin, mir für mein ganzes Leben den Unterricht zur liebsten Beschäftigung zu machen.“

Er suchte dann Prescott auf eine harte Eröffnung vorzubereiten. Der Arme mußte wenigstens zwei Finger verlieren, einen an jeder Hand. Für die übrige Zeit seines Lebens war er ein Krüppel.

„Ich will es gern leiden,“ sprach er bei dieser Mitteilung. „Ich habe viel Böses gethan, und ich hoffe, Gott nimmt dies zur Buße für meine Sünden an.“

„Noch eine andere peinliche Nachricht wartet Deiner, Martin. Du — Du darfst nicht ins Pensionat zurückkehren.“