„Die Liebe zu guten Büchern, Percy, ist eine ungemein wertvolle Gabe. Der Mensch ist meistens nicht besser als die Bücher, die er liest, oder die Leute mit denen er umgeht.“

„Dasselbe habe ich schon oft von meiner Mutter gehört. Sie sagte auch oft, von Natur seien alle Kinder gut und hätten eine Neigung zum Edlen und Rechten. Wenn sie aber unter bösen Leuten und Kindern lebten, oder wenn sie nachher schlechte Bücher läsen, fingen sie an, alles von der falschen Seite anzusehen, von der ‚linken Seite‘ pflegte sie zu sagen.“

„Hätten doch alle Mütter im ganzen Lande solche Ansichten, Percy!“

„O Pater, auf Weihnachten wird meine Mutter kommen; dann will ich Sie ihr vorstellen. Es wird ihr große Freude machen, Sie kennen zu lernen.“

„Meinst Du?“

„O sicher. Ich wollte meine Schwestern kämen alle mit. Dann könnten Sie die auch sehen. Die sind alle so gut und lieb, aber doch nicht liebevoller, als Sie, Pater, gegen mich gewesen sind.“

„Gute Nacht, Percy! Weil ich an Komplimente nicht gewöhnt bin, so ziehe ich es vor, mich jetzt aus dem Staube zu machen. Wenn Du aber für mich beten willst, so ist mir das sehr angenehm.“

„O, das thue ich schon längst, Pater. Ich bete jeden Tag für Sie, und alle meine Schwestern müssen mir dabei helfen; die können viel besser beten als ich.“

„Sehr gut, Percy! Gute Nacht!“

Voll Verwunderung über die herzliche, ungekünstelte Einfalt dieser Worte zog sich P. Middleton zurück.