„Das ist ein Geschenk von Minchen.“

„Minchen?“

„Ja, das ist die jüngste, erst sechs Jahre alt. Sie bittet Maria, mir zu schreiben, daß niemand Tom Playfair lieber hat als sie, höchstens etwa Maria; und selbst diese Ausnahme ist ihr noch zweifelhaft. Wenn sie nächstens wieder zu wenig Zucker erhält, will sie weglaufen und es Tom Playfair erzählen. Sie hat immer so drollige Einfälle, Tom! Zuweilen hält sie förmliche Reden. Für sechs Jahre ist sie merkwürdig gescheit.“

„Wenn schon das kleine Ding Reden hält,“ dachte Tom, „wie gescheit müssen dann erst die übrigen sein! Sollte je eine sich hier blicken lassen, dann mache ich mich schleunigst davon.“

„Ich habe noch einen andern schönen Brief,“ fuhr Percy fort.

„Von welcher Schwester?“

„Von keiner Schwester; von Prescott. Er entschuldigt sich, daß er mir nicht eher schrieb. Allein er habe bis jetzt seine Hand nicht gebrauchen können. Doch seien seine Füße gerettet und auch sonst habe der Arzt keine Besorgnis mehr.“

„Eine sehr angenehme Nachricht, Percy. Aber der arme Kerl muß jetzt sehen, wie er sein ganzes Leben lang mit zwei Fingern weniger auskommt. Was schreibt er sonst?“

„Er bittet mich um Verzeihung und wünscht sehr, daß ich für ihn bete.“

„Das kommt ihm von Herzen. Mir hat er nämlich auch geschrieben. Ich erhielt den Brief gestern beim Abendessen. Er richtet an mich dieselbe Bitte, und durch mich an Quip, aber in einer solchen Weise, daß ich beim Lesen rot wurde und den Brief nachher gleich zerriß.“