„So?“

„Jawohl. Es stand noch darin, er nehme jetzt Privatunterricht, um auf Ostern wieder eine Schule besuchen zu können. Die gründliche Lektion, die er erhalten, hat ihn doch zur Vernunft gebracht.“

„‚So hart war Gott, um gütig sein zu können,‘“ warf Percy ein.

„Woher mag er nur diese Sprüche haben?“ dachte Tom, und fuhr dann laut fort:

„Percy, Du hast etwas an Dir, das mich oft wunder nimmt.“

„Wirklich? Das ist mir neu. In der letzten Zeit habe ich Dich nie mehr erstaunt gesehen, ich mochte thun und sagen, was ich wollte. Ich dachte, Du hättest Dich ganz an mich gewöhnt.“

„In manchen Punkten ist dem auch so. Aber eines kann ich mir noch nicht erklären. Wenn sonst neue Zöglinge in diese Anstalt kommen, so überfällt sie fast immer in den ersten Tagen Heimweh, das oft ganz schrecklich ist und ihnen alle Heiterkeit nimmt. Bei Dir dagegen habe ich so etwas fast gar nicht bemerkt.“

„Das ist auch wirklich merkwürdig, Tom. Als ich von meinen Verwandten Abschied nahm, hatte ich vor dem Heimweh große Furcht; aber es ist nicht gekommen. Einige Umstände machen das jedoch begreiflich. Zunächst wurde ich gleich mit sehr braven, teilnahmsvollen Zöglingen bekannt, die mich so brüderlich behandelten, daß ich mich oft vor mir selber schämte; so etwas hatte ich nicht verdient. Dann kamen die vielen Spiele, dann das Fischen und Schwimmen —“

„Und Klettern,“ warf Tom ein.

Percy lachte.