„Sprich doch lauter!“ riet einer. „Vielleicht ist er taub.“

„Das ist ein guter Rat,“ sprach ein anderer. „Aber da hinten sehe ich Kracher kommen; der weiß sicher noch einen bessern.“

Kracher war ein etwas größerer, nicht gerade friedfertig und bescheiden aussehender Junge, der, wie es gleich den Anschein gewann, unter der gesamten Bubenschaft dieses Schlages ein bedeutendes Ansehen genoß. Man ließ ihn sofort wie einen Sachverständigen bis zu dem Betrunkenen und dem weinenden Knaben durch.

„O, der soll bald nüchtern und wach werden!“ versicherte er selbstbewußt, bückte sich nieder und wollte die Schultern des Mannes ergreifen.

Allein da sprang das Kind auf, schaute den ungerufenen Helfer mit flammendem Blicke an, so daß dieser unwillkürlich in seiner Bewegung innehielt, und rief halb zornig, halb flehend:

„Laß ihn in Ruhe! Rühre ihn nicht an! Er ist mein Bruder!“

Zugleich gab er ihm einen energischen Stoß.

„Das ist mir egal, wessen Bruder er ist,“ erwiderte Kracher, faßte den Mann bei den Schultern und rüttelte ihn.

Percy aber vermochte jetzt seinen Unwillen nicht länger zu bemeistern. Er drang bis zu Kracher durch und herrschte ihn mit erregter Stimme an:

„Schäme Dich, Du gefühlloser Mensch! Wenn Du vor dem Manne keine Achtung hast, solltest Du doch einem armen, hilflosen Kinde diesen Schmerz nicht bereiten.“