„Würdest Du uns denn verlassen,“ fuhr Keenan fort, „wenn wir in Not wären und Du noch Aussicht hättest uns zu retten? — Holla, sie sind uns doch verzweifelt nahe. — Ah, da hab’ ich einen Gedanken, Johann! Du kannst mir Percys Beine geben, dann hast Du nur seine obere Hälfte zu tragen.“

„Herrlich! Percy, wir halbieren Dich. Sorge nur, daß wir Dich nicht zerreißen, sonst bringen wir Dich in zwei Stücken nach Hause.“

Mit erneuter Eile setzten sie ihre Flucht fort.

Übrigens war es nicht nur für sie das beste gewesen, daß sie sich zum Rückzuge entschlossen: auch der Betrunkene, der mittlerweile aus seinem Zustande erwachte, konnte sich unter fremder Hilfe mit dem Kinde unbehelligt entfernen.

Donnel und Keenan waren indessen auch jetzt, nachdem sie Percy halbiert hatten, in ihrem Laufe nicht wenig behindert. Deutlich merkten sie, wie ihnen die Stimmen der Verfolger stetig näher kamen, wenn auch langsamer als früher. Bald traf ein Stein Keenan unterhalb des Kniees.

„Gut gezielt! Das ist gerade die Stelle, wo mein Bein am zähesten ist. — Hallo, Percy, wir sind bald da. In zwei Minuten haben wir schon die Brücke erreicht. Nicht bange sein! Du bleibst am Leben, um auch später noch einmal ausreißen zu können.“

„O, ich habe keine Angst,“ versicherte Percy mit seinem gewinnenden Lächeln, das Auge voll Vertrauen und Dankbarkeit auf seine braven Retter heftend. „Ich weiß mich in guter Gesellschaft.“

„Georg,“ rief Donnel plötzlich, „sind das nicht zwei Zöglinge dort vorne jenseits der Brücke?“

Keenans scharfes Auge bestätigte die Vermutung.

„Hurra, Ryan und Zieler!“ rief er.