„O gewiß!“

„Gut. Papa, dann werde ich ganz gewiß katholisch.“

„Gleichviel, wie die katholische Religion aussieht?“ sprach der Vater lächelnd.

Frank stutzte einen Augenblick.

„O,“ rief er dann voll Zuversicht, „sie ist sicher eine sehr schöne. Percy ist ja so gut und liebevoll. Meinst Du nicht auch, Papa?“

„Es freut mich, Frank, daß Du so von ihr denkst. Du hast jetzt Gelegenheit, sie gut kennen zu lernen. Thu’ das auch. Suche alles zu verstehen, soweit Du kannst. Ich glaube, auch Percy wird Dir gern dazu behilflich sein.“

„Mit Freuden!“ versicherte Percy.

„Mein liebster Gedanke ist,“ wandte sich Herr Marschall an den Rektor, „aus Frank einen wohlunterrichteten Katholiken zu machen, der weiß, was er glaubt und warum er glaubt.“

„Seien Sie überzeugt, Herr Marschall,“ sprach der Rektor, „daß ich ihn zum Übertritt nicht zulassen werde, bevor er sich, soweit seine Jugend es ermöglicht, über den ganzen Inhalt unseres Glaubens hinreichend Rechenschaft geben kann. Auch mit Bekehrungsversuchen soll ihn niemand behelligen.“

Die letzte Versicherung sollte Herrn Marschall ein Vorurteil nehmen, das bei Nichtkatholiken nicht selten ist, und welches auch dieser Herr in den vielen Jahren seines Unglaubens jedenfalls gehegt hatte: daß nämlich an einer katholischen Anstalt jeder Lehrer oder gar jeder Schüler beim Anblicke eines Andersgläubigen in einen zudringlichen Bekehrungseifer verfalle.