„Sie haben mein volles Vertrauen, hochwürdiger Herr Rektor. — Frank, wir müssen scheiden; ich muß mit dem hochwürdigen Herrn Rektor allein noch einiges besprechen. Deshalb überlasse ich Dich der Sorge Percys.“
„Komm’, Frank,“ sprach Percy freudig. „Es macht mir ein großes Vergnügen, Dich ins Pensionatsleben einführen zu können. — Adieu, Herr Marschall!“
„Adieu, Percy! Ich habe Dir für eine große Wohlthat zu danken. Auf baldiges Wiedersehen! — Frank, mein liebes Kind, lebe wohl!“
Er hob den Kleinen auf und küßte ihn heftig bewegt.
„Lebe wohl, Frank, und — und behüt’ Dich Gott!“
Das letzte Wort sprach der starke Mann nur mit Anstrengung aus, und seine Stimme zitterte dabei.
„Er ist mein Trost,“ sprach er, indem er sich abwandte und das Haupt senkte, „mein letzter Trost; seine Mutter lebt nicht mehr.“
Jedes seiner Worte erzählte von jahrelanger Liebe, Sorge und Bekümmernis.
„Armes Kind!“ rief Percy, dessen Augen vor Mitleid feucht wurden. „Komm, Frank! Dein Vater wird nur noch trauriger, wenn Du länger bleibst.“
Als die Thüre des Sprechzimmers sich hinter ihnen geschlossen hatte, brach Frank in Schluchzen aus.