Es verbreitete sich die Kunde, „Fränkchen“, wie er bald hieß, habe keine Weihnachtskiste erhalten. Das genügte, um das Mitleid vieler rege zu machen. Donnel, Keenan, Kenny und mehrere andere stellten sich sofort ein, ihm von ihren mehr oder minder reichen Vorräten mitzuteilen.

Frank war außer sich vor Staunen. Er fand es begreiflich, wenn sein lieber Vater ihm jede Art von Aufmerksamkeit erwiesen hatte. Daß aber Knaben, die ihm im Grunde doch alle fern standen, mit den Beweisen von Zuneigung und Freundlichkeit so verschwenderisch waren, das wollte ihm unerklärlich dünken. So ungewohnt, ja rätselhaft war ihm die liebevolle Zudringlichkeit, daß er schließlich nichts anderes zu thun wußte, als sich aus dem Saale zu flüchten.

Zum erstenmale im Leben plante jetzt Percy einen Streich. Er rief einige seiner Freunde zusammen und begann:

„Ich habe einen Gedanken.“

„Hurra!“ rief Tom. „Welch ein Ereignis! Hört, hört!“

„Fränkchen wird kaum noch eine Bescherung zu erwarten haben. Jetzt könnten wir uns zusammenthun und ihm eine verschaffen. Wir müssen den Mund halten, damit er nicht erfährt, von wem sie herrührt. Das wäre eine Freude!“

„Fein, Percy!“ rief Quip. „Unter meinen Geschenken ist etwas, das mir vorkommt, als wäre es für Fränkchen bestimmt und nur durch Versehen in meine Kiste geraten. Meine Großmutter scheint zu glauben, ich wäre in den letzten vier Jahren gar nicht älter geworden.“

„Sie hat so Unrecht nicht,“ warf Joseph Whyte ein.

„Deshalb hat sie mir ein großes Bilderbuch mit allerlei kurzen, kindlichen Erzählungen geschickt. Das wäre für Fränkchen wie gemacht.“

„Vortrefflich!“ sprach Keenan, „obgleich Du es jedenfalls schwer entbehren wirst. — Ich für meinen Teil opfere eine Schachtel Datteln.“