34. Kapitel.
Tom begegnet zwei Gesellen, die er lieber nicht sähe.

Tom war unterdessen auf dem Wege zur Stadt. Eine Viertelstunde war er schon ohne Ermüdung vorangeeilt; denn die Anstrengung war für den starken, abgehärteten Knaben eher ein Vergnügen als eine Unannehmlichkeit. Die Ellbogen fest in die Seiten gestemmt, die Hände geballt, den Hut tief in Gesicht und Nacken gedrückt, wäre er für jeden Liebhaber athletischer Übungen ein erwünschter Anblick gewesen.

Jetzt hatte er die Stadt in Sicht.

„Vorwärts, alter Junge!“ sprach er zu sich selbst. „Noch eine Viertelstunde ist’s, aber wenn Du es nicht in zehn Minuten machst, geb’ ich keinen Heller für Dich! — Jawohl, auch in sechs muß es gehen!“

Da erblickte er gar nicht weit von sich zwei Gestalten.

„Wer mag das sein?“ fragte er sich. „Vielleicht sind es Freunde. Doch ich sehe es ja bald; sie kommen auf mich zu.“

Als sie sich hinreichend genähert hatten, erkannte er zwei Knaben, aber gerade diejenigen, die er für heute lieber auf den Mond als auf seinen Weg gewünscht hätte. Der eine war nämlich kein anderer als der berüchtigte Kracher, der zweite ein jüngerer, gleichgesinnter Genosse, Dick mit Namen, der die Ehre hatte, Krachers besonderer Freund genannt zu werden.