„Und Fußball!“ fuhr Harry fort.
„Und von allen das schönste,“ schloß Tom, „ist der Ziellauf. Der ist fein! Er ist besser als alle andern zusammengenommen.“
„Was ihr nicht sagt! Jetzt bin ich doch froh, daß ich ein Junge bin!“
„Sehr richtig, Percy,“ versicherte Tom, „und gieb nur acht, Du wirst Dich immer mehr darüber freuen, je länger Du hier bist.“
Percy wurde jetzt plötzlich abgerufen. Der Studienpräfekt, der in Maurach den gesamten Unterricht zu leiten hatte, wollte ihn examinieren und ihm seine Klasse anweisen.
Bald erfuhren dann Tom und Harry zu ihrer größten Freude, daß Percy ihr Mitschüler in P. Middletons Klasse sei. Diese Klasse setzte zwar schon einiges Latein voraus, und Percys Kenntnisse waren in diesem Punkte recht dürftig. Allerdings hatte sein Privatlehrer, sobald es feststand, daß Percy in eine klassische Schule eintreten solle, den Lateinunterricht begonnen; jedoch gestattete ihm die kurze Zeit nicht mehr als eine fast rein mechanische Einübung der Deklinationen. Da sein begabter Schüler die Grammatik der Muttersprache sehr gut beherrschte, so glaubte er, im Laufe eines geregelten Unterrichtes werde sich das, was am vollen Verständnis noch fehlte, nach und nach ergänzen, falls man nicht vorziehen werde, ihn ganz von vorn anfangen zu lassen.
Dieser letzte Fall trat nicht ein. Da Percy in allen übrigen Fächern der Klasse weit voraus war, so ließ sich bei seinen Talenten erwarten, daß die große Lücke sehr bald ausgefüllt sein werde, eine Hoffnung, die der gewissenhafte, fleißige Knabe glänzend rechtfertigte.
Zehn Minuten später begab sich denn Percy zum ersten Male in eine Schule. Da fand er aber alles ganz anders als daheim im trauten Familienzimmer, bei Mutter und Schwestern. Er merkte gar nicht, daß P. Middleton, als alle Schüler an ihren Plätzen waren, eine leichte Handbewegung machte, und wunderte sich, warum plötzlich alle wie auf Kommando emporschnellten, eine andächtige Stellung einnahmen und auf den Professor schauten. Zwar sah er gleich, was geschehen sollte, geriet aber in neue Verwunderung, als die ganze Klasse mit frischer Stimme anhub:
„In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen.“
Dann folgte ebenso frisch und doch andächtig das Pater noster, Ave Maria, Gloria Patri und wieder das Kreuzzeichen.