Percy bekam eine nicht geringe Achtung vor der Gelehrsamkeit seiner Mitschüler. Aber er selbst sollte und wollte ja auch Latein lernen.
Einen Augenblick nach dem Gebet saßen alle schon wieder ruhig; kein Buch, kein Bleistift oder Federhalter war auf den Tischen zu sehen, nur die Hände.
Ein Wink von P. Middleton, und Playfair stand auf.
„Seco, secare, secui, sectum, aber secaturus, ich schneide.
Reseco, resecare, resecui, resectum, aber resecaturus, ich schneide ab.
Disseco, dissecare, dissecui, dissectum, aber dissecaturus, ich schneide auseinander.
Frico, fricare, fricui, frictum oder fricatum, ich reibe.“
So folgten ohne Stocken die zwölf Verba, welche aufgegeben waren. Auch zwei andere Schüler sagten sie mit derselben Geläufigkeit aus. Ein folgender blieb stecken, und Percy wunderte sich, daß derselbe sich so beschämt setzte, während P. Middleton mit ernster Miene einen Strich in sein Notizbuch machte.
Percy wußte natürlich nicht, was dieses krause Wortgewirre bedeute. Aber bald zeigte ihm sein Nachbar, wo die Verba in der Grammatik standen. Dann mußte auch einmal ein Schüler die Perfekta allein aufsagen: secui, ich habe geschnitten, u. s. w. Percys lebendiger Geist erfaßte das schnell.
In gleicher Weise wurde aufgesagt: secaturus, einer der schneiden will, resecaturus u. s. w., und nachdem Percy auch während der Kreuz- und Querfragen, durch die P. Middleton jetzt die Formen einübte, das eine oder andere glücklich erwischt hatte, glaubte er sich schmeicheln zu dürfen, er sei in dieser Viertelstunde schon um ein Erkleckliches gescheiter geworden.