Granger stand jetzt an der Thüre, zog den Schlüssel aus der Tasche und schob ihn mit zitternder Hand ins Schloß. Er fürchtete sich vor den großen Burschen, aber ein Feigling war er nicht. Um jeden Preis wollte er seine Pflicht erfüllen.
„Wollt Ihr hinaus?“ fragte er schüchtern.
Statt einer Antwort stieß ihn Kenny bei Seite, zog den Schlüssel wieder aus der Thüre und steckte ihn ein. Seine Freunde hatten indessen von dem Saal schon völlig Besitz ergriffen. Für sie war es ein Hochgenuß, die Seifenstücke, Kämme, Handtücher, und was sonst niet- und nagellos war, durcheinander zu werfen. Voll Schrecken erblickte Granger die Verwüster in ihrer Thätigkeit. Aber was konnte er machen? Er begann laut zu weinen.
„Ich gehe zu P. Scott und sage ihm, Du hättest den Schlüssel, Kenny.“
„Was?“ donnerte ihn Kenny an. „Nimm Dich in acht! das sage ich Dir! Sonst geht’s Dir schlimm.“
Skipper wiederholte seinen ersten Vorschlag:
„Wir sperren ihn selber ein.“
„Prächtig!“ jubelte Prescott schadenfroh. „Dann sieht es noch dazu aus, als rührte diese Unordnung von ihm her. Es schadet dem unschuldigen Kinde gar nicht, wenn es auch mal eine Strafe bekommt. Nicht weglaufen, Granger!“ sprach er höhnend zu dem hilflosen Kleinen, indem er ihn ergriff und festhielt. „Du sollst auch einmal merken, daß eine Strafe weh thut.“
„Nein, das geht doch nicht!“ meinte Skipper, etwas verdutzt über den Plan, den er angeregt.
„Wir sollten besser selbst hier bleiben,“ sprach Kenny.