„Das nützt uns wenig,“ warf Skipper ein. „P. Scott wird den Schlüssel vermissen und uns hier entdecken. Dann geht es uns schlimm.“

„Ich weiß, was wir thun!“ entschied Prescott nach einigem Bedenken. „Wir schließen die Thüre nicht, sondern schicken den Schlüssel gleich durch einen andern dem P. Scott zurück und lassen sagen, Granger sei schon zur Bahn. Ihn selbst sperren wir in die Lederkammer, damit er uns nicht verrät. Vorwärts mit ihm! — Nicht so strampeln, Du Feigling!“

Die Lederkammer war ein dunkler Raum am andern Ausgange des Waschsaals unter einer breiten Treppe, wo Schuhe, Fußballüberzüge und ähnliches Lederzeug aufbewahrt wurden.

Der arme Granger wurde totenblaß. In den ersten Augenblicken setzte er sich zur Wehr, freilich vergebens; dann bat er flehentlich um Schonung, er müsse ja seine Mutter abholen; umsonst. Nur noch ein paar Schritte war man von dem schrecklichen, dunkeln Loche entfernt. Da schrie er in seiner Angst und Verzweiflung laut um Hilfe.

Kenny ergriff schnell ein Handtuch und wollte es mit einem Ende Granger in den Mund pressen. Auf einmal flog er zappelnd an die Wand und sah am hellen Tage den ganzen Himmel voll Sterne.

„Ihr Bengel!“ rief Tom Playfair, während ein zweiter Schlag Prescott zu Boden streckte. „Ihr Bengel!“ Und auch Skipper hatte einen gründlichen weg.

Tom hatte Grangers Angstrufe vernommen und war so schnell herbeigeeilt, daß alle drei ihre Püffe schon in Sicherheit hatten, bevor sie wußten, daß jemand anders da sei.

Jetzt aber wandten sie sich wutentbrannt gegen ihn.

„Er muß mit hinein!“ rief Kenny, der sich am schnellsten wieder erhoben hatte. Zugleich ergriff er den wehrlosen Granger und stieß ihn in die Lederkammer, vor deren Thüre sich jetzt ein heißes Ringen entspann.

„O Du Abgott aller Knirpse!“ schrie Prescott außer sich vor Zorn. „Jetzt sollst Du demütig werden!“