„Playfair,“ sprach er, als die Sünder sich wie begossene Pudel von dannen geschlichen, „Du bist doch nicht verletzt? Ich fürchte, sie haben Dich etwas arg mitgenommen.“
„Gar nicht, Pater!“ war die heitere Antwort. „Ich habe nur etwas mehr Bewegung gehabt, als ich heute Morgen voraussah; denn ich wollte erst am Nachmittag spazieren gehen.“
„Du bist ein braver Junge, Playfair.“ Dann wandte er sich an den Kleinen, dessen Thränen noch immer flossen: „Haben sie Dir weh gethan, Willy?“
„Nein,“ schluchzte Willy, begann aber ruhiger zu werden.
„Komm’, Willy, ich will Dir helfen, Deine Kleider wieder in Ordnung zu bringen,“ fuhr der Präfekt fort und nahm eine Bürste. „Du mußt Dich auch ein wenig beeilen; es ist schon beinahe halbzehn.“
Dann zupfte er ihm die Krawatte wieder zurecht, füllte ein Waschbecken und sagte:
„Jetzt wasch Dir noch die Thränen ab! Deine Mutter würde ja erschrecken, wenn sie sähe, Daß Du geweint hast.“
Aber Granger hatte noch ein schweres Anliegen.
„Pater, ich hatte die Thüre des Waschsaales aufgelassen. Ich hatte ganz vergessen, was Sie mir sagten.“
„Darum mach’ Dir keine Sorge, Willy. Du siehst jetzt freilich, daß man auch in kleinen Dingen gehorchen muß. — In Zukunft brauchst Du solche Roheiten nicht mehr zu fürchten; die Drei werden es sich gut überlegen, bevor sie wieder so etwas anstellen.“