„Ach, wenn sie sie nur nicht fänden! Vielleicht nimmt Tom für den Heimweg den Pfad am Bahndamm entlang.“

„Nein, das thut er nicht. Prescott hat das alles ausspioniert. Die beiden wollen bis vier Uhr am Paniflusse bleiben und dann auf dem kürzeren Wege mitten über die Prärie heimkehren. In der Nähe des Steinwalles haben sie ein paar Kaninchenfallen, nach denen sie noch sehen wollen. Diese weiß Prescott auch, und so kann er sich mit seinen Genossen leicht an einem Platze in den Hinterhalt legen, wo sie notwendig vorbei müssen.“

„Ich fürchte, es geht den beiden sehr schlecht,“ sprach Skipper traurig. „Jetzt sehe ich ein, daß ich mich mehr als einmal von ihm zu ähnlichen Grausamkeiten habe verleiten lassen, obgleich es so weit nie gekommen ist. Sie binden die armen Jungen jetzt sicher so fest, daß sie kein Glied rühren können. Dabei dürfen sie noch von Glück sagen, wenn man sie nicht erst halb tot schlägt.“

Mehr verstand Percy nicht; denn die Redenden, die sich keineswegs belauscht glaubten, entfernten sich jetzt in der Richtung zum Spielplatze hin.

Man denke sich nun Percys Entsetzen und Aufregung! Seine besten Freunde in Gefahr! Er selbst vermochte kaum einen Schritt ohne Schmerzen zu machen, und Tom und Harry waren stundenweit von ihm entfernt!

Allein er war gewohnt, in jeglicher Not seine Zuflucht zum Gebete zu nehmen.

„O mein Gott,“ flüsterte er auch jetzt mit beklommenem Herzen, „sende mir Deine Hilfe! Gieb mir Licht! Gieb mir Kraft! Heiliger Schutzengel, steh’ mir bei!“

Ein paar Augenblicke betete und überlegte er. Dann stand er auf, ließ Dion und die Sybillen allein auf der Bank zurück und schritt mühsam zum Spielplatze.

„Wenn ich nur Donnel und Keenan treffe,“ dachte er, „dann ist alles in Ordnung. Die werden schon Mittel und Wege ausfindig machen.“

Aber von Donnel und Keenan war keine Spur, und unter den Zöglingen, die er dort gewahrte, glaubte er keinen ins Vertrauen ziehen zu dürfen.