„P. Middleton,“ wandte er sich endlich an diesen, „können Sie mir nicht sagen, wo Donnel und Keenan sich jetzt wohl aufhalten mögen?“

„Irgendwo auf der Prärie,“ erwiderte der Angeredete lächelnd. „Bei solchem Wetter bleiben die nicht zu Hause.“

„Wann kommen sie denn wohl zurück?“ fragte Percy ängstlich.

„Schwerlich vor halb fünf. Und jetzt ist’s kaum drei. — Aber was fehlt Dir denn, Percy? Du siehst so verwirrt aus.“

Percy zauderte mit seiner Antwort. An Tom, Harry und all seinen andern Freunden hatte er nie bemerkt, daß sie etwas bei den Vorgesetzten anzeigten, wenn sie es selbst, allein oder mit gleichgesinnten Kameraden vereint, in Ordnung bringen konnten. War das vielleicht auch hier der Fall? Ja, wären Donnel und Keenan zur Stelle, wie einfach würde sich alles abwickeln lassen! Aber jetzt! Blieb ihm denn ein anderes Mittel, als die Hilfe des Präfekten? —

Und doch, Percy entschloß sich zu schweigen. Er konnte ja schließlich selbst, wenn auch mit großer Mühe, die Bedrohten warnen. Zudem hatte er nur einen Teil der Unterredung gehört; es war also immerhin möglich, daß der Anschlag ihm entsetzlicher vorkam, als er in Wirklichkeit war. So schien es ihm wenigstens.

„Ja gewiß,“ dachte er, „ich kann ja nicht einmal mit voller Sicherheit sagen, was eigentlich im Werke ist.“

Thatsächlich wäre Percy zu einem rückhaltlosen Bericht des Gehörten verpflichtet gewesen, schon deshalb, weil ein Zögling wie Prescott ein wahres Unglück für das gesamte Pensionat war. Allein Percy wußte es damals nicht besser. Er wollte selber den Plan vereiteln, um seine Mitzöglinge keiner Strafe auszusetzen, eine Rücksicht, die wahrhaftig niemand von ihnen, am allerwenigsten Prescott, verdient hätte.

Einen Augenblick nur hatte es gebraucht, bis dieser Entschluß feststand.

„P. Middleton, ich bitte um die Erlaubnis, an den Panifluß zu gehen. Ich muß Tom und Harry etwas Wichtiges sagen.“